Datenschutz-Schulung

Seit 1983 gibt es das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Seitdem ist der Schutz persönlicher Daten gesetzlich vorgeschrieben.
Ab 2018 wird aus dem BDSG nun die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU DS-GVO).

Wir informieren Sie darüber,

– warum wir Datenschutzgesetze brauchen
– was wir beachten müssen
– was erlaubt ist und was nicht
– was Sie tun können, um sich und ihre Daten zu schützen und
– was sich für Unternehmer und Selbständige ab 2018 ändert

 Gute Gründe für den Datenschutz

  • Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten sollen es als selbstverständlich voraussetzen können, dass der Datenschutz in unserem Unternehmen sichergestellt ist.
  • wir setzen die Einhaltung des Datenschutzes in anderen Unternehmen und Einrichtungen, mit denen wir zu tun haben, ebenfalls als selbstverständlich voraus.
  • Datenschutz und der Schutz der Persönlichkeit ist ein Grundrecht aller Menschen
  • Ein gut umgesetzter Datenschutz kann das Vertrauen der Kunden steigern und das Ansehen des Unternehmens fördern.
  • Datenschutz ist europaweit gesetzlich vorgeschrieben.

Verstöße werden immer wieder abgemahnt. 

Termine

Donnerstag, 22. Juni 2017 – 19 Uhr
Donnerstag, 16. November 2017  – 19 Uhr

Restaurant Sportpark Markwasen
An der Kreuzeiche 2
72762 Reutlingen

Dauer ca. 90 Minuten
Kosten: 15 Euro / Person

Natürlich bieten wir die Schulung auch ganz individuell für Ihre Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen an.
Ihr Ansprechpartner dafür:

Regina Störk
externe Datenschutzbeauftragte der
ms computer gmbh

[email protected]

 

Hier gibt es die Schulungsunterlagen zum Nachlesen:

22 Juni 2017 – Bundesdatenschutzgesetz und EU DS-GVO

Volkszählung 1983

Viele haben verweigert
Mit dem Urteil des Bundes-Verfassungsgerichtes vom 15.12.83 wurde das Datenschutzrecht aus dem Artikel 2 des Grundgesetzes entwickelt.

Die Weihnachtsgeschichte – Geschichte der allerersten Volkszählung

„Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger von Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.“ (Lukasevangelium, Kapitel 2, Vers 1)

So fängt die Weihnachtsgeschichte an. Damals sollte sich das Volk zum ersten Mal zählen lassen, heißt es in der Bibel.
1983 sollte es wieder gezählt werden. Doch es wollte nicht.

„Big Brother is watching you“

Alle dachten an den gläsernen Menschen aus George Orwells Buch „1984“ mit seinem „Big Brother“, der jeden einzelnen seines Volkes auf Schritt und Tritt beobachtete, alles wusste und daraufhin Entscheidungen traf, die vielleicht gut für die Regierung waren, eher zweifelhaft für die Allgemeinheit und ganz bestimmt nicht immer gut für den Einzelnen.

In den 70er Jahren hielten RAF und Terroristenfahndung die Bundesrepublik in Atem und man hielt die Rasterfahndung für eine gute Idee, den Terrorismus zu bekämpfen.

Viele Unschuldige wurden verdächtigt

Die Rasterfahndung funktioniert nach dem Ausschlussverfahren:
Um die Terroristen zu ermitteln, wurden wurden alle Menschen ausgeschlossen, die nicht ins „Raster“ passten.

Dazu gehörten damals beispielsweise die, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind.
Jeder, der einen festen Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt angemeldet hatte, wurde ebenfalls ausgeschlossen.
Und einige Kriterien mehr.

Je mehr Infos man hatte, desto mehr konnte der Kreis der Verdächtigen eingeschränkt werden, indem man immer weiter ausschloss, wer diese Kriterien nicht erfüllte.
Trotzdem blieben hier am auch jede Menge Personen hängen, die mit Terrorismus nichts zu tun hatten. Sie waren zunächst mal verdächtig und hatten dadurch jede Menge Unannehmlichkeiten. Es konnte passieren, dass ein vollkommen unschuldiger sich plötzlich zunächst mal im Polizeigewahrsam wieder fand, bevor sich herausstellte, dass er mit Terrorismus nichts zu tun hat. Und wer dann einmal im Gefängnis saß – etwas bleibt immer hängen.

Verfassungsbeschwerden zum Schutz des Persönlichkeitsrecht

Aktuelle Daten aus einer Volkszählung, die die richtigen Fragen stellt, hätten den Fahndern gefallen. Man hätte noch mehr Menschen in den Kreis der Verdächtigen einbeziehen können.
Mehrere Verfassungsbeschwerden zum Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts und der Menschenwürde wurden eingereicht.

Datenschutz heißt: Jeder darf selbst bestimmen, welche Informationen über ihn wo gespeichert werden

Das Bundesverfassungsgericht gab dem Recht und der Artikel 2 des Grundgesetzes wurde um die „informelle Selbstbestimmung“ erweitert.
In diesem Urteil des Verfassungsgerichts wurde der Begriff des informationellen Selbstbestimmungsrechtes geprägt.

Das heißt: jeder darf selber bestimmen, welche Informationen über ihn gespeichert werden. Und hat auch das Recht jederzeit danach zu fragen, welche tatsächlich gespeichert sind.
In dieses Grundrecht darf nur eingegriffen werden, wenn ein Gesetz das ausdrücklich erlaubt.
In den Datenschutzgesetzen des Bundes und der Länder ist der Begriff wiederzufinden.
Die Grundlage für all diese Maßnahmen, mit der wir hier die persönlichen Daten,
die uns von unseren Auftraggebern anvertraut wurden, ist seit dem das Bundesdatenschutzgesetz.

Das Internet vergisst nichts

Daten, die im Internet gespeichert sind, bleiben dort für immer. Das Internet vergisst nichts. Deshalb ist es wichtig, sich vorher zu überlegen, was wir von uns preisgeben.

Anmeldungen zur Datenschutz-Schulung